Hexenmuseum

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Auf den Scheiterhaufen mit der Hexe​

Das Hexenmuseum wurde 2017 neu und zeitgemäßer gestaltet. Videos und Ton-Installationen ebenso wie informative Texte vermitteln nun ein verständliches Bild einer Zeit und einer Geisteshaltung die uns einerseits fremd, andererseits aber vielleicht nur allzu vertraut sind. Denn Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung etc. sind so aktuell wie eh und je.

Vor allem im 17. Jahrhundert – bis Mitte des 18. Jahrhunderts – wurde auch in der Steiermark rund 300 angeblichen Hexen und Zauberern der Prozess gemacht. Wobei nicht nur Außenseiter und sozial schlechtgestellte Gefahr liefen, mit den absonderlichsten Anschuldigungen belastet und letztendlich hingerichtet zu werden. In den neu gestalteten Räumen erhält man Einblick in dieses dunkle und rätselhafte Kapitel der Landesgeschichte.

Beim größten steirischen Hexenprozess in Feldbach von 1673 bis 1675 befand sich unter den ca. 95 beschuldigten Männern und Frauen auch Katharina Paldauf, die Burgpflegersgattin der Riegersburg, die vor allem als die Riegersburger “Blumenhexe” bekannt wurde.

Das Hexenmuseum geht auf die Steirische Landesausstellung “Hexen und Zauberer” im Jahre 1987 zurück. Diese Landesausstellung war mit etwa 360.000 Besuchern eine der erfolgreichsten aller Zeiten. 1988 wurde die Ausstellung auf etwa die Hälfte der Räume reduziert und als “Hexenmuseum” erfolgreich weitergeführt.