Geschichte Riegersburg Burgmuseum Osmanen Türkenkriege
Liechtenegger Tor Geschichte Riegersburg
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Die stärkste Festung der Christenheit

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So bezeichnete der berühmte Feldherr Feldmarschall Raimund Graf von Montecuccoli die als oststeirisches Wahrzeichen weit in das Land ragende Riegersburg.

Zahlreiche archäologische Funde zeugen von einer Besiedlung des Burgbergs aufgrund der besonderen Schutzlage schon vor 6.000 Jahren.

Die erste urkundliche Erwähnung der Riegersburg stammt aus dem Jahre 1138. Hier scheint die Bezeichnung „Ruotkerspurch“ auf, was sich vom damaligen Besitzer namens Rüdiger von Hohenberg ableiten lässt.

Im Mittelalter gab es am Burggelände eine zweite Festung. Die sogenannte „Niedere Veste Lichtenegg“. Heute befindet sich dort das „Grenzlandehrenmal“.

Als 1249 der letzte der Riegersburg-Wildonier kinderlos verstarb kam die Hauptburg an die mächtige Familie Kuenring-Dürnstein.

1299 hat Ulrich von Walsee-Graz die Riegersburg gekauft. Bis zum Jahre 1363 war sie im Besitz der steirischen Walseer, diese wurden danach von der oberösterreichischen Linie Walsee-Enns beerbt. In der sog. „Walseer Fehde“, im Jahre 1412, gelang es Herzog Ernst dem Eisernen die „Nieder Veste“ zu erobern und die Hauptburg „Kronegg“ kapitulierte. Doch schon fünf Jahre später erhielten die Walseer die Burgen wieder zurück. Aufgrund dieser Erfahrung dürften sie den „Eselsteig“ als Seitenaufgang gebaut haben.

Nach einer unsicheren Epoche mit Pestseuchen, Hungersnöten und kriegerischen Einfällen durch Osmanen und Magyaren gelangte die Festung im Jahre 1479 in den Besitz des Reinprecht von Reichenburg.

Von den Reichenburgern kam die Riegersburg durch Heirat 1571 an Erasmus Freiherr von Stadl, welcher die obere Burg auszubauen begann. Dieser verkaufte die Burg zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1618 an Georg Christoph von Ursenpekh. Diese Familie ist für die Inschrift in der Fensterscheibe des Rittersaales verantwortlich.

Während des Dreißigjährigen Krieges blieb die Steiermark von den direkten Kriegshandlungen verschont, man spürte aber sehr wohl die Auswirkungen der Gegenreformation.

Im Jahr 1637 wurde der reiche Radkersburger Freiherr Seyfried von Wechsler Eigentümer der Riegersburg.
Da dieser kinderlos verstarb kam die Riegersburg an seine Schwester, die um 1607 geborene Freifrau Elisabeth Katharina Wechsler.

Sie heiratete Hans Wilhelm Freiherr von Galler. Dieser Ehe entspringt Ihr einziges Kind – ihre Tochter Regina. Die in der Folge als „Gallerin“ bezeichnete resolute Burgherrin ging in die Landesgeschichte der Steiermark als eine überaus markante und tatkräftige Persönlichkeit ein. Der Volksmund bedachte sie mit dem Prädikat „die Schlimme Liesl„, weil sie keinerlei Auseinandersetzung scheute und zahlreise Prozesse führte. Sie überließ die Befehlsgewalt und Führung der Herrschaft Riegersburg nicht ihrem Gemahl, wie es sich geziemte, sondern lebte ihre „Baulust“ aus und verlieh im Wesentlichen der ausgedehnten Festungsanlage ihre heutige Gestalt.

Nach dem Tod Ihres ersten Ehemannes heiratete sie Oberst Freiherr von Kapell, welcher vier Jahre nach Eheschließung dem Krieg zum Opfer fiel. Von ihrem dritten Ehemann, dem etwa 35 Jahre jüngeren Freiherrn Hans Rudolf von Stadl, ließ sie sich scheiden!

Nach dem Tod der Gallerin ging im Jahr 1672 das Eigentum an Burg und Herrschaft Riegersburg auf ihre Tochter Regina und ihren Schwiegersohn Johann Ernst Graf von Purgstall über. Dieser schloss die von der Gallerin begonnen Bauarbeiten ab.

Nach dem Erlöschen der Riegersburger Grafen von Purgstall im Jahr 1817 ging die Riegersburg an eine Erbgemeinschaft von 17 Personen. 1822 wurde sie in einer öffentlichen Versteigerung von Fürst Johann von Liechtenstein gekauft. Die Riegersburg verblieb im Besitz der fürstlichen Familie Liechtenstein, welche sie nach den Zerstörungen des Jahres 1945 vor dem drohenden Verfall rettete.

Seit 2009 ist Dr. Prinz Emanuel von und zu Liechtenstein mit seiner Familie um die Erhaltung der Burg bemüht.

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